…damit er mich mit Fäusten schlage…

Frage:
2. Kor 12,7: „Und damit ich mich nicht durch das Übermaß der Offenbarungen überhebe, wurde mir ein Dorn für das Fleisch gegeben, ein Engel Satans, damit er mich mit Fäusten schlage, damit ich mich nicht überhebe.“

Beim fortlaufenden Bibellesen bin ich zu der o.a. Stelle gekommen und musste diese immer und immer wieder lesen. Meine Gedanken dazu sind folgende: Paulus musste seine besondere Stellung hervorheben, um den falschen Aposteln, die die Korinther bedrohten, den Wind aus den Segeln zu nehmen. Der Herr hat Satan verwendet, um Paulus herauszufordern. … dass er mich mit Fäusten schlage…. das ist mir nicht ganz klar, bzw. bitte ich euch um ev. Korrektur und um eure Auslegung.

Antwort:
Paulus hat vom Herrn Offenbarungen empfangen wie kein Mensch davor und danach (V. 7). Dadurch bestand die Gefahr, dass er sich überhob (vgl. 5.Mose 17,20). Um dem vorzubeugen, hat der Herr es einem Engel Satans (= Dämon) erlaubt, Paulus mit Fäusten zu schlagen. Wir wissen nicht genau, was das Schlagen genau bedeutete. Es muss sehr schmerzhaft für Paulus gewesen sein, weshalb er den Herrn Jesus bat, das wegzunehmen. Diese Bitte ist nicht erhört worden. Der Herr Paulus stattdessen durch seine Gnade gestärkt.

Werner Mücher

One thought on “…damit er mich mit Fäusten schlage…

  1. Paulus hatte eine herausragende Erfahrung gemacht, auf die er außergewöhnlich stolz hätte sein können. Jemand hat einmal gesagt: Es ist nicht gefährlich, im dritten Himmel zu sein, wohl aber, dort gewesen zu sein. Gott hatte ihm, damit er durch das Übermaß der Offenbarungen nicht eingebildet würde, zur Vorbeugung eine „Leibwache“ gegeben. Und was für eine! Es war ein Engel Satans, der ihn mit Fäusten schlug. Das war keine angenehme Gesellschaft. Seit nicht weniger als 14 Jahren hatte er diesen Diener Satans schon bei sich.
    Dieser Engel Satans war ihm „ein Dorn für das Fleisch“. Niemand kommt gern mit einem Dorn in Berührung, denn er verursacht nur Schmerzen. Der Engel Satans sorgte dafür, dass der Schmerz blieb, und das tat er sicher nicht sanft. Paulus erlebte das so, als würde er mit Fäusten geschlagen.
    Manche sagen, dass unter diesem Dorn irgendeine Augenkrankheit zu verstehen sei. Man leitet das aus Galater 6,11 ab. Es könnte auch ein Sprachfehler sein, was man aus Kapitel 10,10 des Briefes ableitet, den du gerade vor dir hast.
    Wie dem auch sei, es war etwas, das ihn ständig an seine eigene Schwachheit erinnerte. Er wäre gern davon erlöst worden, und dafür hatte er auch gebetet, sogar dreimal (Vers 8). Der Herr hatte dieses Gebet nicht erhört, aber er hatte ihm Balsam für den Schmerz gegeben: seine Gnade.

    Ger de Koning


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